2017 07 07 spengler museum1 klGleich mit zwei Superlativen kann das Spengler-Museum Sangerhausen punkten: Es ist das erste zu DDR-Zeiten neu gebaute Museum und es hat Deutschlands einziges Gesamtskelett eines Steppenmammuts zu bieten. Und beide Besonderheiten haben unmittelbar miteinander zu tun. Denn Anfang der 1950er Jahren fürchtete Sangerhausen, dass der wertvollste Schatz der Stadt nach Berlin abtransportiert wurde. Um das zu verhindern, ließ die Stadt in aller Eile einen Museumsneubau errichten, in dem das Mammut gezeigt werden konnte. Der Plan ging auf – das Mammut steht noch heute dort.

Ja, Sangerhausen und das Mammut. Seit der schon zu seinen Lebzeiten stadtbekannte Heimatforscher Gustav Adolf Spengler (1869-1961) im Jahr 1930 das Mammut in einer Kiesgrube bei Edersleben fand und drei Jahre lang Stück für Stück ausgrub, es präparierte und in seinem Privathaus mehr recht als schlecht ausstellte, ist die Stadt mammutverrückt. Mit der Eröffnung des Spengler-Museums ist das Mammut stolzes Wahrzeichen der Stadt.

Burg Querfurt - Im BurghofZweifellos: Burg Querfurt ist eine der größten Touristen-Attraktionen Sachsen-Anhalts. Die Superlative reihen sich nahtlos aneinander: Älteste, größte und besterhaltene Burg an der Straße der Romanik. Die 880/899 erstmals im Hersfelder Zehntverzeichnis erwähnte Burg hat drei imposante Türme (Marterturm, Dicker Heinrich und Pariser Turm), zwei Ringmauern und extrem starke Befestigungsanlagen. Dies war Garant dafür, dass die Burg nie erobert wurde; nicht einmal während der heftigen und langen Belagerungen und Beschießungen im Dreißigjährigen Krieg. Allerdings wurde sie – friedlich – an die Schweden übergeben und konnte so ihre mittelalterliche Substanz bewahren.

2017 06 chemiemuseum drehrad klBei einem Arbeitsbesuch Mitte Juni in ihrem Bundestagswahlkreis (Mansfelder Land/Teile des Saalekreises) erfuhr Katrin Budde, dass es bereits in den 1960er Jahren in der Chemieregion Mitteldeutschland sehr intensive Bemühungen um ein Chemiemuseum gab. Prof. Klaus Krug, der 1960 an der Hochschule Merseburg seine Lehrtätigkeit begann, erinnert sich: „Es lag sogar schon ein Raumkonzept für das Schloss Merseburg vor.“ Dass aber erst die Stilllegung und Demontage der gesamten Calciumkarbid-Produktion und der älteren Chloralkali-Elektrolysen zwischen 1990 und 1994 die Chance für ein Deutsches Chemiemuseum bot, ist eine Ironie der Geschichte.“ Doch tatsächlich bot der Rückbau die Möglichkeit, Ausrüstungen und Anlagen aus den Schkopauer Buna-Beständen zu erwerben und für das Museum bereitzuhalten. Die Merseburger Professoren Klaus Krug und Hans Joachim Hörig griffen zu, gründeten 1993 den Förderverein „Sachzeugen der chemischen Industrie“ (SCI) und versuchten an Geschichte zu retten, was zu retten war.

Ausschuss der Regionen – 123. Plenartagung

Gleich mit zwei Initiativstellungnahmen unter sachsen-anhaltischer Leitung fand die 123. Plenartagung des Ausschusses der Regionen (AdR) am 11./12. Mai in Brüssel statt. Vertreten durch die beiden AdR-Mitglieder Herr Staatsekretär Dr. Schneider und Frau Katrin Budde nehmen hierbei die Stimmen Sachsen-Anhalts sowie der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften eine besondere Rolle im europäischen Kontext ein. So hat der AdR als erste EU-Institution überhaupt einen förmlichen Standpunkt zur EU-Kohäsionspolitik nach 2020 eingenommen. Berichterstatter StS Dr. Schneider legte hierzu die Stellungnahme zur „Zukunft der Kohäsionspolitik nach 2020“ vor. Die Stellungnahme setzt sich für eine starke, zielorientierte Kohäsionspolitik nach 2020 ein, die durch Verwaltungsvereinfachung und eine stärkere Einbindung der Regionen bei der Programmgestaltung zu einer effektiveren und auf die Bedürfnisse der Bürger zugeschnittenen Förderpolitik führen soll.

2017 05 bochum1 klÜber eine nachdenklich machende Veranstaltung der Bochumer Bürger- und Wählerinitiative im Landtagswahlkampf von Nordrhein-Westfalen berichtet Ulrich Heinemann. Nachfolgend seine Eindrücke:

Es war schon beklemmend, was Katrin Budde am Dienstag Abend in der Synagoge Bochum über die Ausfälle der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen- Anhalt zu berichten wusste. Die SPD-Abgeordnete aus Magdeburg war Gast einer gut besuchten Veranstaltung der Bochumer Bürger- und Wählerinitiative (BWI). Mit in der Gesprächsrunde, die von BWI-Sprecherin Barbara Menke moderiert wurde, die Bochumer Landtagskandidaten Carina Gödecke und Karsten Rudolph.

Unterkategorien