Geschichte

  • Von Grafen, Geistlichen und großer Geschichte - Besuch auf Schloss Mansfeld

    2017 08 mansfeld burgmodell klSchon die Einfahrt auf den Mansfelder Schlosshof ist auf einem Motorrad ein besonderes Erlebnis. Nach der kurvenreichen Auffahrt von der Stadt auf den Berg tuckert man durch eine enge Zufahrt vorbei an Remise und Wächterstube direkt auf das Haupthaus zu. Der erste Blick fällt auf das im Jahr 2000 liebevoll sanierte Bornstedtschen Palais. Das Schloss hat eine lange Geschichte, die vermutlich noch nicht zu Ende geschrieben ist.

    Alles begann mit den Mansfelder Grafen, die 1060 erstmals in einer Urkunde erwähnt werden. Man geht davon aus, dass schon damals eine Burg auf dem Schlossberg stand.
    Nachdem 1199 im Mansfelder Land Kupfererz entdeckt wird, blüht in der Region Bergbau und Hüttenwesen auf. Das macht die Grafen zu schwerreichen Leuten. 1229 verstirbt der letzte Mansfelder Graf (Burkhardt III) ohne männlichen Nachkommen. Die Grafschaft geht an den Mann seiner ältesten Tochter Sophie, Burchardt von Querfurt, der den Titel Graf und Herr zu Mansfeld annimmt. Es entsteht ein neues Mansfelder Wappen und um 1260 wird Mansfeld Stammsitz des Grafengeschlechts. Nach einem heftigen Familienstreit kommt es 1501 zur Erbteilung der Mansfelder Grafen. In Folge entstehen die drei Schlösser Vorderort, Mittelort, Hinterort.